4. September 2009

Massive Proteste gegen Schließung der Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun

Die Bundesleitung der Naturfreunde VERSCHENKT die Hochgebirgsschule samt 3000 m² aufgeschlossenem Grundstück in prachtvoller Aussichtslage an die Tauernkraftwerke-Verbund Austrian Hydro Power. Das international renommierte alpine Ausbildungszentrum von Prof. Fritz Moravec soll abgerissen und renaturiert werden (etwa 1000 m² Gebäudeflächen zwischen den Staumauern). In Kaprun ist aber zu hören, dass die Hütten der Hochgebirgsschule dringend als Arbeiterquartiere gebraucht werden.

Das NF-Präsidium versuchte die Schenkung und den Abriss MÖGLICHST GEHEIM "durchzuziehen", ohne zumindest in der NF-Zeitung von der anstehenden Entscheidung zu informieren und ohne die Hochgebirgsschule für Interessenten öffentlich anzubieten (natürlich mit der Auflage der Weiterführung als HGS). Als es dann trotzdem Angebote gab, wurden diese entweder gar nicht beantwortet (Alpenklub!) oder mit den bereits bekannten unrichtigen Argumenten abgeschmettert (Angebot Gebauer, Angebot Hofmann - beide Berglehrer der HGS ebenso wie das Konzept der "Freunde der Hochgebirgsschule und das Angebot der Deutschen Naturfreunde).

Siegfried Fischer Naturfreunde Baden, D-76327 Pfinztal:
„Als ersten Schritt kann ich zusagen, dass wir in Baden-Württemberg die Hochgebirgsschule bewerben würden. Als zweiten Schritt würde ich mit dem deutschen Bundesverband verhandeln, dass die Hochgebirgsschule in Deutschland beworben wird, da sich diese Schule für unsere Mitgliederwerbung hervorragend eignet und wir in Deutschland nichts Derartiges haben. Im dritten Schritt wäre zu überlegen ob der LV Baden sich irgendwie beteiligt und Zuschüsse für Baumaßnahmen vom Land Baden-Württemberg hierfür bekommt. So wie der Alpenverein.“


Vielleicht muss man das richtige Parteibuch haben und womöglich auch noch eine Anstellung bei der Verbund, damit man als Übernehmer der Hochgebirgsschule ernst genommen wird?

Welche Funktionäre der Naturfreunde Bundesleitung und des Präsidiums kennen die aktuellen baulichen, betrieblichen und landschaftlichen Gegebenheiten wirklich ausreichend für so eine schwerwiegende eine Entscheidung? Ein Besuch des Präsidiums auf dem Moserboden wäre zumindest vor der endgültigen Entscheidung angebracht gewesen. Die publizierten Abrissgründe der NF-Bundesleitung stammen von Präsidiumsmitgliedern, die seit Jahren nicht mehr oder noch nie auf dem Moserboden waren und somit weder die Gebäude noch die alpine Situation kennen. Dementsprechend absurd ist auch die Argumentation ausgefallen: Von baufällig bis unverantwortlich defizitär, vom auftauenden Permafrost und Gletscherrückgang, bis zu unqualifizierten Aussagen, dass die Wege in der Umgebung desolat und steinschlaggefährdet wären, womit Abschnitte der viel beworbenen „Glocknerrunde“ und des Arnoweges gemeint sind.

Darüber können alle, die gerade von der Hochgebirgsschule kommen, nur den Kopf schütteln: „Abreißen? Warum nicht verkaufen oder wenigstens zur Weiterführung verschenken? Diese gut erreichbare, einzige wirklich hochalpine Ausbildungsstätte der Naturfreunde mit zwei Klettergärten, Klettersteigen, mit der Gelegenheit des Fels- und Eistrainings fast vor der Haustür, unschwierigen Wanderungen und Tagestouren auf 11 Dreitausendern - davon können andere Vereine nur träumen!“

Der Gletscherrückgang ist zwar beachtlich, trotzdem erreicht man selbst im August 2009 nach einer gemütlichen Stunde Zustieg das Wielingerkees, einen für Kurse bestens geeigneten Übungsgletscher, ideal für „Eis-Einsteiger“ und auch für Fortgeschrittene, da auch 25m hohe, senkrechte Eiswände geklettert werden können. Etwa eine Stunde von der Hochgebirgsschule entfernt beginnen stundenlange Gletscherübergänge zur Oberwalderhütte und zu den Gipfeln der Dreitausender der Gocknergruppe. Im Kurs Hochalpin wurde in den letzten Jahren auch immer die 400 m hohe und 50° steile Fochezkopf-Nordwand geklettert!

Vom auftauenden Permafrost ist die Hochgebirgsschule auf der Höhenburg, einem aussichtsreichen Felsriegel zwischen der Staumauern es Moserbodens, ohnehin nicht betroffen. (Als Permafrost-Berg könnte er wohl nicht zur sicheren Abstützung zweier Staumauern dienen!) Aber wo sonst kann man Kindern und Erwachsenen die Klimaveränderung (Kursthema!), besser näherbringen, als im Nationalpark Hohe Tauern?

Die angebliche Baufälligkeit aufgrund der "desolaten Unterkonstruktion" wird inzwischen von zwei Fachgutachten widerlegt. Absolut unbegreiflich ist auch, dass von den Naturfreunden in den letzten Jahren so viel Geld in die Renovierung der „baufälligen“ Gebäude investiert worden ist: Kanalbau, Solaranlagen, Seilbahninstandsetzung, Hangbefestigung, Holzstege, Dächer, Wärmedämmung der Gebäude, Erneuerung der elektrischen Anlagen, Neuausstat-tung der Küche, Renovierung der Räume, energiesparende Heizung, neue Einrichtung und Ausstattung der Zimmer, Einbau von Duschen, neue Waschräume und WC-Anlagen, neue Fußböden, Sauna usw....

Schildbürgerstreich
Die Bundesorganisation der Naturfreunde in Wien beharrt auf dem Abriss der komfortabel renovierten Häuser zu Saisonende (Dusche und Heizung in fast allen Zimmern), obwohl die notwendigen Renovierungsarbeiten nun abgeschlossen sind.

„Wir ersparen uns dadurch 150.000 Euro Abriss- und Entsorgungskosten. Die sinkende Auslastung und die Abdeckung der Verluste von 108.000 Euro in den letzten 10 Jahren sind kaufmännisch und vereinspolitisch nicht mehr vertretbar", heißt es im NF-Präsidium. Für diese Erkenntnis hat das Präsidium 10 Jahre gebraucht? Warum wurde nicht schon früher etwas unternommen?

Die beklagten Verluste fallen in der Bilanz 2008 der Hochgebirgsschule weitaus geringer aus, obwohl diese Schlussbilanz eine Reihe von Investitionen (Renovierungen, Auto... ) beinhaltet, die laut Finanzreferenten auf einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren ausgelegt waren.

Außerdem weist die Bilanz der Hochgebirgsschule eine Rücklage in Form von Sparbüchern mit mehr als 200.000 Euro aus (Insider sprechen sogar von 260.000 Euro!), die nach Aussage des Finanzreferenten von Prof. Fritz Moravec mit Berghaus und Hochgebirgsschule erwirtschaftet worden ist – und von Fritz Moravec im Einvernehmen mit der damaligen Bundesleitung explizit für eine Generalsanierung angespart und gewidmet wurde.

Das NF-Präsidium investiert lieber in Anderes. Da haben offenbar diese 200.000 Euro, die nach Demolierung der Hochgebirgsschule zur Verfügung stehen, mehr Überzeugungskraft als jedes noch so sinnvolle Konzept zur Weiterführung.

Die Kosten für den Abbruch der 1948 errichteten Arbeitsbaracken übernimmt der Verbund und die Naturfreunde Österreich kommen an die Rücklagen in der Höhe von etwa 200.000 Euro, die für die Modernisierung der Hütten und Ausrüstung vorgesehen waren.

Tatsache ist ebenso, dass vier NF-Präsidiumsmitglieder auch im Vorstand des Verbund tätig sind und die Gebäude der Hochgebirgsschule schon dringend als Arbeiterquartiere benötigt werden, denn der Verbund besitzt keine Grundstücke mehr, wo er Baucontainer aufstellen könnte. Baufirmen haben die zukünftigen Arbeiterquartiere schon besichtigt. Da kommt das Geschenk der Naturfreunde genau zum richtigen Zeitpunkt.

1) DI Dr. Heinz Kaupa, Stellvertr. Vorsitzender der Naturfreunde Österreich ist gleichzeitig Techn. Vorstandsdirektor der VERBUND-Austrian Power Grid AG und sitzt auch im Ausschuss des Österr. Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes für die EU-Wasserrahmenrichtlinie

2) Mag. Manfred Pils, Präsident der Naturfreunde Internationale ist beim Verbund Leiter der Abteilung Marktmanagement und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Central Allocation Office (CAO GesmbH)

3) Reinhard Dayer, Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde Österreich und DI Dr. Heinz Kaupa sitzen in der EVN-Energie AG im Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung

4) Gerald Loidl, Schriftführer der Naturfreunde Österreich ist gleichzeitig im Aufsichtsrat der Kelag 2. Stellvertr. Vorsitzender

Groteske Situation für einen gemeinnützigen Verein! Die Naturfreunde treten als gewinnorientierte Unternehmer in der Öffentlichkeit auf. Versucht hier das Management den Mitgliedern etwas vorzugaukeln? Weshalb wird eine gut geführte Bergsteigerschule in einer der schönsten alpinen Landschaften Österreichs sukzessive ruiniert? Gibt es Management Fehler der Bundesorganisation, die keine Fördermittel für Kinder-, Jugend- und Familienkurse oder Renovierungen die Hochgebirgsschule beantragt hat? Auch für den Kanalanschluss dürfte es lt. Internetrecherche keine Förderung gegeben haben, obwohl DI Dr. Heinz Kaupa, Stellvertr. Vorsitzender der Naturfreunde Österreich im dafür zuständigen Ausschuss des Österr. Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes für die EU-Wasserrahmenrichtlinie war. Eingeweihte Naturfreundefunktionäre behaupten, die Hochgebirgsschule wäre jahrelang systematisch „ausgehungert“ worden und jetzt muss auch noch der Klimawandel herhalten, um das Problem endlich entsorgen zu können.

2012 hätte die Prof.-Fritz-Moravec-Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun das 50. Jubiläum feiern können!

In der präventiven Unfallverhütung steckt ein großer Teil sozialer Verantwortung – was für eine Organisation, die sich der sozial(demokratisch)en Sphäre zurechnet, eigentlich selbstverständlich sein sollte. Und genau das war auch ein Denkansatz von Bergprof. Fritz Moravec.

Jeder Unfall ist einer zu viel und die Aufwendungen dafür sind in den Statuten der Naturfreunde gedeckt:

§ 3 Ziel und Zweck des Vereins: Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt ....
2. Naturerlebnisse auch dort zu vermitteln, wo dafür keine ökonomische Rentabilität gegeben ist...
4. Sportaktivitäten in den Kernbereichen, Bergsteigen, Wandern, Sportklettern...
§ 4 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks: (unter anderem)
2 a) Schaffung entsprechender Fachreferate und Errichtung von Schulungs-, Ausbildungs- und Trainingszentren für den Kletter- und Bergsport, Abhaltung von Kursen.
§ 6 Rechte der Mitglieder: Jedes Mitglied hat das Recht auf volle Information und freie Diskussion aller Angelegenheiten im Rahmen der Willensbildung der Naturfreunde.‘

Initiative zum Schutz der Hochgebirgsschule
Die Hochgebirgsschule hat vielen Berginteressierten und Kindern spielerisch das sichere Bewegen im alpinen Gelände gezeigt, aber selbst mehr als 800 Unterschriften konnten die Bundesleitung der Naturfreunde nicht davon überzeugen, dass die Hochgebirgsschule sehr beliebt ist und viele Kursteilnehmer gerne wieder kommen möchten.

Es gibt eine lange Liste von Abrissgegnern (wie z. B. Pit Schubert, Kurt Diemberger, Prof. Bruno Klausbruckner, Gletscherforscher Prof. Heinz Slupetzky, Gerti Reinisch und hunderte Naturfreunde...), die sich zu einer Initiative zusammengeschlossen haben und um den Fortbestand der Hochgebirgsschule kämpfen. Über 800 Unterschriften wurden gegen den Abriss der HGS gesammelt und unzählige Briefe ans Präsidium der Naturfreunde, an Bundes- und NF-Ehrenpräsident Heinz Fischer, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, an die NF-Landesobfrau von Salzburg und den Bürgermeister von Kaprun gerichtet, auch ein realisierbares Weiterführungskonzept wurde vorgelegt.

Der Österr. Alpenklub und die Freunde der Hochgebirgsschule würden die Hochgebirgsschule gerne übernehmen, aber mit der Nachhaltigkeit der von der Bundesleitung betriebenen Demolierung können Konzepte für die Weiterführung leider nicht mithalten.

So hat ein Präsidiumsmitglied den Freunden der Hochgebirgsschule in der Besprechung am 13. August 2009 zu verstehen gegeben, dass eine erfolgreiche Weiterführung durch einen anderen Verein ausdrücken würde, dass im Präsidium lauter „Trottel“ (wortwörtl. Zitat!) wären...

Weiterführungs- und Übernahmekonzepte wurden von der NF-Bundesleitung mit unhaltbaren Argumenten abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet

Es empörend, dass die NF-Bundesleitung das Übernahmekonzept der „Freunde der Hochgebirgsschule“ (siehe www.hochgebirgsschule.org) öffentlich falsch und sinnverdrehend zitiert und lügen muss, um überhaupt Argumente für den Abriss der HGS zu finden. Diese „Argumente“ haben mit dem vorgelegten Original und der Realität auf dem Moserboden nichts zu tun! Jede(r), der auf dem Moserboden war, kann dies bestätigen!

So präsentiert die Bundesleitung ihre Abrissentscheidung im angeblich besten Einvernehmen mit der Familie Moravec – den Austritt von Sohn Andreas Moravec dürften sie dabei übersehen haben:

Von: "Andreas Moravec" ...
An: "'Sepp (IMAP)'" <sepp@druckerei-gebauer.at>
Gesendet: Mittwoch, 26. August 2009 13:18

Bin mit 24.08. bei den Naturfreunden ausgetreten.
Schlage „Verbundfreunde“ als neuen, passenden Vereinsnamen vor……….
LG Andreas


Schreiben wie die nachfolgenden wurden vom NF-Präsidium ignoriert oder mit falschen Argumenten abgefertigt:

Kurt Diemberger, Erstbesteiger von zwei Achttausendern (Dhaulagiri und Broad Peak): „Mit großer Bestürzung erfahre ich, dass die Bergsteigerschule am Moserboden dem Untergang geweiht ist, wenn nicht ernsthafte Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ich erkläre mich solidarisch mit allen, die sich gegen den Abriss der Anlage stellen. Gerade in unserer Zeit ist die Bergerziehung wichtiger denn je! Das ist nicht nur ein Vermächtnis von Fritz, es ist verantwortungslos, ein der Sicherheit dienendes Unternehmen einfach auszulöschen! Sein Lebenswerk darf nicht einfach lautlos verschwinden. Was ich beitragen kann, soll geschehen.“

Pit Schubert, anerkannter alpiner Sicherheitsexperte: „Im Münchner Raum wird seit einige Zeit die Mär verbreitet, die Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun der Naturfreunde würde für immer geschlossen werden. Gründe werden kolportiert, die recht unglaubwürdig klingen. Gestatten Sie mir den Hinweis, dass ich einen Teil meiner alpinistischen Ausbildung bei Prof. Fritz Moravec in der Hochgebirgsschule genossen habe, später ebenso meine beiden Kinder (ein Sohn und eine Tochter) und ich wünsche mir, dass auch meine Enkel (zwei Mädchen) ihre Ausbildung einmal in der Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun genießen werden können. So hoffe ich, dass die Mär von der Schließung in der Tat nur eine Mär ist. Den Naturfreunden ginge ein historischer, vor allem auch ein einmaliger Ausbildungsstützpunkt verloren, wie er kaum mehr zu beschaffen wäre. Der Klettergarten mit dem Klettersteig, den ich auf Wunsch von Prof. Moravec mit verschiedenen Naturfreunde-Mitgliedern Anfang der 1990er Jahre eingerichtet habe, und die Möglichkeiten der Fels- und Eisausbildung so zu sagen vor der Haustür sind ein Ausbildungsstützpunkt wie in einem Bilderbuch.“

Prof. Bruno Klausbruckner, Expeditionsbergsteiger und Polarforscher (ein Jahr in der Antarktis): „Ich wundere mich sehr über das, was vorzugehen scheint, auch ich stehe den Erkenntnissen des NF-Präsidiums mit großem Misstrauen gegenüber, vor allem weil hier offenbar wirklich ohne größere demokratische Fachdiskussion und Abstimmung vorgegangen wurde. Auch ich bin überzeugt, dass der Abriss, noch dazu unter Berücksichtigung der erwähnten Doppelfunktionen verantwortlicher Funktionäre, zu einer massiven Rufschädigung der Naturfreunde führen würde und, in der Folge, zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit und zu Austritten. Ich bin also, auch als langjähriger Naturfreund, eindeutig gegen den Abriss, wenn sich nicht bessere und überzeugendere Argumente seitens des Präsidiums finden, als die in deren Schreiben erwähnten und würde auch, wenn es bei lapidaren Stellungnahmen der Führung bleibt, Konsequenzen ziehen. Wenn ich was tun kann, lasst es mich wissen.“

„Mit der Schließung der Hochgebirgsschule gibt es keinen Stützpunkt eines Alpinvereines mehr zwischen Rudolfshütte und Oberwalderhütte. Ich habe Fritz Moravec gekannt und seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der alpinen Ausbildung von Kindern. Da haben, so scheint es mir, Personen eine Entscheidung getroffen, die anderen Interessen dient. Eine „herzlose“ Entscheidung.“

„Seit nun fast schon 50 Jahren stellt die Hochgebirgsschule Glockner Kaprun die einzige wirkliche *hochalpine Ausbildungsstätte* der Naturfreunde dar, geleitet von Naturfreunden, die ihre *Begeisterung und Leidenschaft* für das Bergsteigen und die Bergwelt weitergeben und vor allem auch in Kindern und Jugendlichen wecken. Nirgendwo lässt sich dies leichter und effektiver durchführen, als im *Herzen der Hohen Tauern*! Deshalb darf die Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun als *wichtiges Standbein der Naturfreunde* nicht leichtfertig aufgegeben werden! Als langjähriges Naturfreundemitglied erwarte ich, dass Sie für die Naturfreunde eintreten und sie würdig vertreten. Weil uns allen die *Zukunft des Bergsteigens* am Herzen liegt!“

„Wie kommt es zustande, dass man als einfaches Mitglied der NF von so einer wichtigen Entscheidung weder vorher informiert (Naturfreundezeitung) geschweige miteingebunden wird (Mitgliederbefragung)? Sozialdemokratisch höchst bedenklich!! Warum wird die Eignung der HGS infrage gestellt, wenn selbst PIT SCHUBERT ein international anerkannter Experte höchst verwundert über die Gründe ist? Warum wurden etliche Investitionen getätigt, obwohl „die Diskussion über die Zukunft der HGS schon seit längerem geführt wird…“? Warum ein Abriss und kein Verkauf an einen, der die HGS weiterführt? Wie ist dass weitere Prozedere der Landesorganisationen zu diesem Thema, da die Glaubwürdigkeit der NF–Führung durch diese „Geheimniskrämerei“ infrage gestellt wurde? Ich persönlich bin aufgrund meiner sozialdemokratischen Wertehaltung und der Faktenlage gegen einen Abriss! Ich glaube einfach aus tiefster Überzeugung, dass nicht alles auf Gewinn oder unbedingt kostendeckend sein muss, schon gar nicht, wenn es sich um einen Verein, der eine soziale Verantwortung hat, handelt (Präventivmaßnahmen – Unfallverhütung).“

Schließlich hat am 31. August 2009 der Österr. Alpenklub den Naturfreunden ein Angebot zur Übernahme der Hochgebirgsschule übermittelt::

„...Wir sind über die Situation am Moserboden bestens informiert. Gerade deshalb wollen wir nicht tatenlos zusehen, wie mit dem einmaligen Erbe unseres wertgeschätzten Mitglieds Prof. Ing. Fritz Moravec umgegangen wird. Für uns ist es mit keinem Ihrer Argumente nachvollziehbar, warum die HGS-Moserboden geschlossen und abgerissen werden soll. Wenn also, wie Sie immer wieder behaupten, der wahre Grund ist, dass sich die Naturfreunde die HGS nicht (mehr) leisten können oder wollen, bzw. Ihnen das Risiko zu groß ist, würden wir uns freuen, die Schule zu übernehmen, um "die Fackel unseres gemeinsamen Freundes weiter zu tragen". Mit der Reputation unseres Vereins ist jedenfalls garantiert, dass der Würde und dem Gedächtnis an Fritz Moravec (der ja auch ein bedeutendes Mitglied unserer Vereinigung war) Rechnung getragen wird...“

Darauf hat das Präsidium geantwortet und Präsident Mag. Bauer für den 15. September zu einem Gespräch eingeladen.
Steht zu hoffen, dass sich die Naturfreunde dabei weiter bewegen als am 13. August.

 

http://www.hochgebirgsschule.org
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http://www.youtube.com/watch?v=pm_KrFffjNg