An den
Vorstand der „Naturfreunde Österreich“
und
D.I. Sepp Gebauer
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Traiskirchen, 06.08.09
D.I.MH/Da/feststellung
Betrifft: Baulicher Zustand der
Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun
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Sehr geehrte Damen und Herren!
In einem Gespräch hat mich D.I. Gebauer gebeten meine Beobachtungen und Feststellungen zum baulichen Zustand der Hochgebirgsschule zusammen zufassen:
1.) Grundlage:
Jährliche persönliche Benützung der Schule seit 1985 als Teilnehmer
und als Kursleiter (Schamanismusseminar „Die Kraft der Berge“ mit
durchschnittlich 30 – 33 TN) seit 1994.
2.) Die Objekte:
2.1) Haus 1:
Holzbaracke mit Blechdeckung, Holzverbundfenster,
Fensterläden, Holzfussböden bzw. Laminatbelag.
In dem Haus ist die Küche, der Speiseraum, Trockenraum, Büro und Unterkunft
der Leitung untergebracht.
Außen am Gebäude ist ein Lager für Gasflaschen angebracht. Anschluß
an Kanal und Wasserleitung.
Das Gebäude ist durch die laufende Benützung gut erhalten. Teile der
Außenwand sind gedämmt, jedoch ist insgesamt für diese Höhenlage
kein ausreichender Winterschutz für die Installationen da – sie müssen
für die Winterzeit entleert werden.
Vor ca. 2 Jahren musste die Tragkonstruktion im Mittelbereich (Küche und Getränkelager) ausgetauscht werden, da die Balken durch austretendes Wasser eines Ablaufes Schaden genommen hatten.
Haus 1A:
Toilettengebäude, Sauna und Abstellraum
In gebrauchsfähigem Zustand, ans Kanalnetz angeschlossen.
2.2) Haus 2:
Quartierbaracke in Holz, ebenfalls mit Blech gedeckt, Unterkunftsräume
zu beiden Seiten des Ganges, Sanitärräume am Kopfende. Jedoch sind
in den meisten Zimmern Waschbecken und Duschen installiert.
An der Eingangsseite haben über die Jahre Setzungen eine Absenkung des Vorbaues bewirkt. 2007(?)wurde der gesamte Bereich vor dem Haus saniert und damit auch der Eingangsbereich gesichert.
2.3) Haus 3:
Quartierbaracke, mit Unterkunftsräumen zu beiden Seiten des Mittelganges.
Dieses Haus steht auf einem Betonfundament mit Pfeilern. Im Untergeschoss ist
Lager und Werkstätte eingerichtet.
Im Jahr 2006 (?) wurde durch einen Herbststurm das Blechdach teilweise abgedeckt, die Gebäudekonstruktion hielt der Sturmbeanspruchung stand. Teile der Dachschalung und Verblechung wurden erneuert.
2.4) Materialseilbahn:
Sie wurde mit erheblichem Aufwand vor ca. 8 Jahren neu hergestellt, es sind
laufende strenge Abnahmeprüfungen vorgesehen, die eine gute Wartung bedingen.
3.) Für die Zukunft sind folgende Massnahmen zu empfehlen:
3.1) Notwendige Massnahmen:
- Pflegliche Behandlung und laufende Durchführung von kleinen Reparaturen
um wachsende Schäden zu vermeiden.
- Konsequentes Entleeren der Wasserinstallation vor dem Winter.
- Zur Absicherung gegen Winterstürme ist an den stark beanspruchten Stellen
eine Sicherung mit Stahlseilen zu empfehlen, die ausreichend verankert sind.
3.2) Mögliche (Verbesserungs-)Massnahmen:
- Verbesserung der Wand-, Decken- und Fussbodendämmung und besonders der
Installation. Diese Massnahme könnte für eine Winternutzung/Vermietung
von bestimmten Bereichen nützlich sein, insbesonders wenn ein lawinensicherer
Zugang ohne Schrägaufzug möglich würde.
Für den laufenden Betrieb sind lediglich die Reparatur- und Erhaltung notwendig, da alle Verbesserungsarbeiten in den letzten Jahren getätigt wurden.
Alle Ergänzungs- und Verbesserungsinvestitionen können so disponiert werden, dass sie unmittelbar danach neue Erträge erschließen (Ausweitung der Jahres-Nutzungsdauer).
Mit freundlichen Grüssen
Gez. D.I. Michael Haßlinger